Projekte

Es gibt verschiedene Arten von Projekten:

  • Projekte, die wir mit der ganzen Gruppe bearbeiten. Das Thema wird von den Kindern bestimmt, manchmal geben wir dabei Hilfestellung. Beschlüsse fassen wir im Mittagskreis. Dazu gibt es dann wärend der Freispielphase und während der festen Angebote einiges zu tun. Besonderer Projekttag ist der Dienstag, da bietet jede Erzieherin einen „Workshop“ an. Die Kinder suchen sich aus wo sie mitmachen wollen. Die älteren entscheiden sich eher nach dem, was angeboten wird; die kleineren nach der Erzieherin oder dem Erzieher, die anbietet.
  • Projekte, die Kleingruppen erarbeiten. Wir haben unsere Kinder in vier Gruppen eingeteilt: Enten-, Löwen-, Biber- und Wolfsgruppe. Entstanden ist das aus der Vorschulgruppe. Die gibt es jetzt schon ewig im Kotten. Hier trafen sich schon immer die Kinder, die im nächsten Sommer eingeschult werden, um sich, hauptsächlich mental, auf die mit Spannung erwartete Schulzeit vorzubereiten. Wir lesen Bücher zum Thema, spielen Schule, machen Ausflüge, treffen uns mit den Vorschulkindern aus den KiTas Kanalhaie, Hiltruper Strolche, Kotenkotten Mecklenbeck, die Kleinen Hobbits und die Kleinen Riesen, besuchen unsere zukünftigen Schulen am „Schnuppertag“ und arbeiten an unseren Projekten.

In den Kleingruppen haben alle Kinder einmal in der Woche Gelegenheit, unter Gleichaltrigen zu sein und entweder mal keine Rücksicht auf die Kleinen nehmen zu müssen oder ungestört von den Großen die Räume und Materialien im Kotten nutzen zu können.

Unser Bienenprojekt

Seit Juni 2012 lebt am Kotten ein Bienenvolk. Es bewohnt eine sogenannte Bienenkiste, welche eine Baute (Bienenwohnung) ist, die es uns ermöglicht, ohne großen Aufwand Bienen naturnah zu halten und sie dabei unmittelbar zu erfahren und ihre Welt besser kennen zu lernen.

Die Biene ist zwar ein Haustier, aber kein niedliches, das man streicheln kann. Die Kinder lernen, Respekt und Vorsicht zu entwickeln im Umgang mit den Tieren.

Wir lernen viel von „unseren“ Bienen, unter anderem ihre Bedeutung für unsere Umwelt und über biologische Zusammenhänge in der Natur (Bestäubung).

Außerdem können die erstaunlichen Fähigkeiten wie z.B. Honig- und Wachsproduktion erlebt und erfahrbar gemacht werden. Auch die Vergänglichkeit und der Kreislauf der Natur werden den Kindern durch die Bienen auf sanfte Weise näher gebracht.

Die Bienen sind im Laufe der Zeit zu einem Teil des Kottens geworden. Bei den Kindern ist es schon fast so als wären sie ein weiteres Kind, das zum täglichen Ablauf dazu gehört und genauso geachtet und respektiert wird.

Mit den Bienen haben wir ein Lernfeld geschaffen, das uns über Jahre direkt erlebbare Projekte ermöglicht und so freuen wir uns schon auf die erste Honigernte und viele weitere schöne Erfahrungen mit diesen faszinierenden Tieren!

Im Jahr 2013 sind neue Bienen eingezogen. Nachdem der Schwarm des Vorjahres den Winter nicht überlebt hatte, hat Stephan nun einen Naturschwarm gefangen. Im Juni war Einzug in den Bienenstock, begleitet von den Nachwuchsimkern.

Unser Garten

Das ist unser schöner Garten. Wir versuchen unseren Garten und unser Außengelände so natürlich wie möglich zu gestalten und so einen optimalen Spiel- und Erfahrungsraum für die Kinder zu schaffen. Dies bedeutet, dass in unserem Garten Wildbienenhotels, Totholzhaufen und Futterglocken ebenso zu finden sind wie Weidenzelte, Gebüschhöhlen und eine Naschhecke.

Wir wollen einen artenreichen Lebensraum schaffen und so ein Lebensumfeld bieten, das die Kinder zum kreativem Spiel anregt und öffnet für die Lebewesen, die es in unserer Welt gibt.

Es ist uns wichtig, dass Kinder die Natur unmittelbar erleben und wahrnehmen. Sie lernen dadurch, dass dort etwas wächst, das es später zum Mittagessen gibt. Der Kreislauf des Wachsens und Erntens und damit auch der Wandel der Jahreszeiten wird erlebbar gemacht. Sie können zahlreiche Sinneserfahrungen sammeln, die die kognitive Entwicklung fördern und lernen einfach in der Natur von sich aus so viel, was sie später gebrauchen können. Zum Beispiel die (fein-) motorischen Fähigkeiten beim Klettern und Balancieren. Aber auch persönliche Eigenschaften werden gestärkt, wie Mut und Selbsteinschätzung.